Liebster-Award: Ein Stöckchen von Judith

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Hurra, ich wurde mit einem Stöckchen beworfen – und zwar von Judith Vogt. Allerdings habe ich den Liebster-Award in meinem anderen Blog schon beantwortet und auch neue Fragen gestellt. Deshalb bin ich mal so dreist und beantworte die Fragen hier in diesem Blog.

Was ist also nun der Liebster-Award? Ganz einfach: Eine Aktion, um Blogs ein bisschen zu vernetzen und bekannter zu machen. Und das sind die Regeln:

1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
3. Nominiere 10 Blogs, die unter 200 Follower haben und nominiere sie. Sage den Leuten Bescheid.
4. Denke dir 10 eigene Fragen für die Nominierten aus.

Wie schon im anderen Blog habe ich keine Ahnung, ob mir 10 andere Leute einfallen, die ich verlinken könnte. Aber ich versuch es einfach mal.

Also los geht es mit den Fragen!

1. Ein noch lebender Schriftsteller ruft dich an und braucht Hilfe bei einem Storytwist – von wem würdest du solch einen Anruf bekommen wollen?

Neil Gaiman. (Weil er tolle Bücher schreibt und auch ansonsten in seiner recht präsenten Art im Internet immer sehr sympathisch rüberkommt – da würde ich doch gern helfen *g*.)

2. Welche tote Sprache bzw. Schrift würdest du gern beherrschen und warum?

Altnordisch. Weil ich dann damit althjaldingsche Texte für meine thorwaler Skaldin verfassen könnte, um selbige beim RPG besser darstellen zu können. Ja, ich weiß, voll der supertolle Grund. 😀

3. In welcher Art von Welt hältst du dich im Rollenspiel am liebsten auf?

Schwere Frage. Tatsächlich spiele ich eigentlich 99 % der Zeit in einer recht klassischen Fantasy-Welt. Also Aventurien oder Myranor, das einige mehr, das andere weniger bodenständig. Das hat sich nun so ergeben, weil meine Gruppe und ich die Welt und die Geschichte mögen. An sich finde ich aber auch andere Welten und Settings total spannend, sei es Steampunk, SciFi, Endzeit oder oder oder…aber ach, wann will man das alles spielen? Ich versuche immer, auf Conventions in andere Settings reinzuschnuppern und träume immer noch von einer zweiten Rollenspielrunde, die einmal im Monat ein neues Setting ausprobiert.

4. Du ziehst den Hauptgewinn in einer Lotterie – eine Traumreise in die … Zukunft oder in die Vergangenheit? Wähle weise, und nenne deine Gründe!

Ich bin ein viel zu großer Schisser, um mich auf etwas einzulassen, von dem ich gar nicht weiß, was es sein könnte. Zukunftsreise könnte bedeuten, in eine großartige neue Welt versetzt zu werden, aber auch, eine totale Dystopie erleben zu müssen. Das wäre mir zu riskant, daher würde ich lieber in die Vergangenheit reisen. Und auch da lieber nicht so gerne in den dreißigjährigen Krieg, die französische Revolution oder den ersten Weltkrieg. Selbst beim Gedanken an eine authentische mittelalterliche Burg gruselt es mich eher als dass ich da unbedingt hinwollte. Nun steht da in der Frage leider gar nicht, ob man sich das Ziel aussuchen kann. Hilfe? Wo ich da wohl lande? Ob ich überhaupt die Sprache kann? Und reichen meine Medikamente für die Reise? Ihr merkt schon, ich bin ein Angsthase. Machen würd ich es aber vermutlich trotzdem, ist schließlich eine einmalige Gelegenheit. Aber ich würde dann darum bitten, irgendwo zu landen, wo es einigermaßen gemütlich ist. Vielleicht in einer Hansestadt im 16. Jahrhundert, auf einem englischen Landsitz oder im Florenz der Renaissance.

5. Wenn deine Wahl auf die Vergangenheit fällt, würdest du dann ein geschichtliches Ereignis beeinflussen wollen?

Haben wir nicht alle genug Doctor Who gesehen um zu wissen, dass das ne blöde Idee ist? Aber zuschauen würd ich gern. Auch wenn ich dann schon weiß, was passiert.

6. Deine momentane Arbeit – bist du generell eher glücklich damit oder ist es eher der Job, mit dem du halt dein Geld verdienst?

Definitiv letzteres. Es ist mein Job, ich mach es um Geld zu verdienen und es ist an den meisten Tagen halbwegs erträglich, im Großen und Ganzen aber ein schrecklicher Zeit- und Energiefresser. Und wenn ich morgen im Lotto 5 Millionen gewinnen würde, hätte mein Chef übermorgen die Kündigung auf dem Tisch.

7. Beunruhigt dich das Älterwerden?

Das Älterwerden an sich gar nicht, nein. Ich würde für nichts in der Welt wieder 16 oder 18 oder 20 sein wollen, weil ich mich noch gut daran erinnere, wie mein Leben damals war. Ich bin ganz froh darüber, dass ich mir im Lauf der Jahre die ein oder andere Weisheit erworben und mich selber besser kennengelernt habe. Schlimm ist nur, wenn man sieht, dass wieder eine Woche, ein Monat oder ein Jahr vergangen ist, ohne dass man den eigenen Zielen und Träumen auch nur ein bisschen nähergekommen ist.

8. Welcher verrückten Sucht oder Marotte würdest du nachgehen, wenn du ein Schriftsteller des 19. Jahrhunderts wärst? (Marotten und Süchte sind ja so aus der Mode gekommen in letzter Zeit … 😉 )

Ausgehend von meiner unfassbaren Neugier hätte ich vermutlich auch als Schriftsteller des 19. Jahrhunderts die Marotte, alles Mögliche über andere Leute wissen zu wollen. Ich besäße vielleicht einen Salon und hätte immer wieder Leute zu Gast. Und dann, wenn alle schon 2-3 Gläser Wein getrunken hätten, würde ich mich zurückziehen und durch die ausgestochenen Augen in einem Ölgemälde den Gesprächen lauschen, die sie führen, wenn ich nicht im Raum bin. Und manchmal, wenn ich ganz lustig drauf wäre, nähme ich andere Gäste mit, vielleicht schöne und naive junge Damen, um ihnen zu zeigen, wie bösartig Menschen sein können. Die besonders gemeinen Lästermäuler würde ich dann in meinem nächsten Roman natürlich aufs Scheußlichste portraitieren.

9. Gibt es ein bestimmtes Gedicht, das dich beeindruckt, vielleicht sogar geprägt hat?

Ich mag Gedichte sehr und kenne auch viele, aber ich kann nicht so den Finger drauf legen, ob wirklich eins prägend für mich war. Beeindruckt bin ich immer wieder von der Traurigkeit, die Ich habe dich so lieb von Joachim Ringelnatz bei mir hervorruft oder von der Trostlosigkeit von Kleines Solo von Erich Kästner. Ich würde aber schon sagen, dass mich sehr beeindruckt und auch geprägt hat, wie viel man mit wenigen Worten aussagen und im Leser auslösen kann, wenn die Worte nur richtig gewählt sind.

10. Du stirbst und wirst als Baum wiedergeboren. Welcher ist es?

Laut des keltischen Baumkalenders bin ich eine Eberesche. Lustigerweise gibt es die im Erzgebirge, wo ich ja herkomme, recht häufig, nur das man sie dort „Vogelbeerbaum“ nennt. Ich trinke sehr gerne Ebereschensaft und es gibt auch Likör draus, der auch sehr gut schmeckt. Also, passt doch ganz gut.

So, das wars! 🙂 Danke an Judith für die schönen Fragen!

Sooo…dann nominiere ich jetzt mal:

Haferhalm
Nordbreze
Halefa
den Jo (dessen Blogadresse ich noch gar nicht weiß)
Falk (@zahnwart)
Meisterperson
Rocknroulette

Mehr fallen mir leider gerade wirklich nicht ein und ich wollte niemanden nehmen, dem ich schon mal den Liebster-Award weitergeschickt hab oder der mich schon mal getaggt hat. Aber wenn jemand Lust haben sollte, immer greift euch das Stöckchen!

Und hier meine 10 Fragen:

1. Hast du eine typische Redewendung, die du ständig verwendest?

2. Arbeitest du am besten/liebsten allein und abgeschottet oder mit anderen Leuten um dich herum?

3. Auf einer Skala von Scooby-Doo bis GrumpyCat – wie kontaktfreudig bist du?

4. Würdest du für ein tolles Jobangebot ins Ausland oder ans andere Ende von Deutschland ziehen?

5. Fährst du lieber Auto oder lieber Bahn?

6. Würde es dir schwer fallen, eine Woche komplett auf Internet zu verzichten?

7. Würdest du jemanden anlügen, um ihm eine unangenehme Wahrheit zu ersparen?

8. Dein Traumurlaub?

9. Du sitzt bei einem Essen mit wichtigen Leuten (aktueller oder zukünfiger Chef, Schwiegereltern des/r Partners/in, wichtiger Geschäftspartner) und dein Gegenüber benimmt sich daneben oder äußert sich (für dich) indiskutabel über etwas. Was machst du?

10. Wenn dein Leben ein Film oder eine Serie wäre – welcher Song liefe in den Opening Credits?

Falls jemand die Fragen total blöd findet, kann er sonst auch gerne die aus meinem Liebster-Beitrag im anderen Blog nehmen.

Mit anderen Worten: Links vom 24.04.2014

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Weil ich gerade noch nichts Neues produziert habe (leider), gibt es heute mal ein paar Links.

Als erstes wäre da das Blog von meinem Schreibkursdozenten, auf dem seit gestern nach und nach die Kurzgeschichten der Lesung eingestellt werden, darunter auch meine Kurzgeschichte „Was einmal war“.  Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte „89290“ von Petra Stolz. Als sie vorgelesen wurde, herrschte absolute Stille im Raum und sie hat das auch wirklich unglaublich toll vorgetragen. Worum es genau geht, will ich gar nicht verraten, das nimmt die Spannung aus der Geschichte. Also einfach klicken und selber rausfinden! Ebenfalls toll war Das letzte Gericht“ von Thomas Piesbergen, der meinen Schreibkurs geleitet und die Lesung organisiert hat. Beide Erzählungen sind ähnlich düster geraten wie meine, nur so als kleine Warnung. Aber auch die anderen Texte lohnen sich auf jeden Fall.

Schon wieder zum Thema Lesungen gehört der nächste Link: Bloggerin Candy Bukowski will eine Bloggerlesung in Hamburg organisieren und hat dazu eine Umfrage erstellt. Wer also mit dem Thema Blogger lesen für Blogger etwas anfangen kann, sollte da mal vorbeischauen.

Link Nummer 3 ist eine Rezension….na, sagen wir: Ein Rant zum Film Snowpiercer, verfasst von Judith Vogt, die den Streifen eher so….weniger gut fand. Ich habe sehr gelacht beim Lesen.

So – und damit verabschiede ich mich auch schon wieder für heute. Es gäbe noch was zu erzählen über ein Projekt, aber da ich das mit jemandem zusammen mache, muss ich da vorher erstmal fragen, wie viel ich denn so verbloggen kann, ohne dass es ihn stört. 😀

Und bald gibts hoffentlich auch mal wieder einen Text.

Getting started

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Das mit dem Schreiben ist manchmal so eine Sache. Ich wälze Gedanken und Ideen, so viele Dinge fallen mir ein, werden in Notizbüchern festgehalten oder hektisch nachts kurz vom Einschlafen ins Handy notiert. So viel Kram in meinem Kopf, der eigentlich dringend geordnet, durchdacht und zu Papier gebracht werden müsste. Leider scheitert es meist am letzten Punkt. Da ist die Arbeit und man muss schlafen und essen und kochen und Freunde treffen und anderen Hobbies nachgehen und und und. Ausreden gibt es immer, und wenn es die nächste superspannende Serie ist, die man suchtartig gucken muss.

Was bleibt, ist Wortstoh im Kopf, das raschelt und keine Ruhe gibt.

(Danke übrigens an die wunderbare Judith C. Vogt, die mich auf das Wort und somit den Blogtitel brachte.)

Deshalb nun also dieser Blog. Ob es hilft, übers Schreiben zu schreiben und hier gelegentlich die fertigen Produkte zu veröffentlichen, wird man sehen. Aber ich muss und will es wenigstens versuchen.

Zum Design: Das lustige Design mit den Monstern sprang mich geradezu an und der Vergleich eines Schreibenden mit Frankenstein, der sein Monster kreiert, ist ja auch nicht allzuweit hergeholt. Ich hoffe also auf viele Monster, die meinem Hirn entspringen und den Weg hierher finden.