Mit anderen Worten: Links vom 24.04.2014

0

Weil ich gerade noch nichts Neues produziert habe (leider), gibt es heute mal ein paar Links.

Als erstes wäre da das Blog von meinem Schreibkursdozenten, auf dem seit gestern nach und nach die Kurzgeschichten der Lesung eingestellt werden, darunter auch meine Kurzgeschichte „Was einmal war“.  Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte „89290“ von Petra Stolz. Als sie vorgelesen wurde, herrschte absolute Stille im Raum und sie hat das auch wirklich unglaublich toll vorgetragen. Worum es genau geht, will ich gar nicht verraten, das nimmt die Spannung aus der Geschichte. Also einfach klicken und selber rausfinden! Ebenfalls toll war Das letzte Gericht“ von Thomas Piesbergen, der meinen Schreibkurs geleitet und die Lesung organisiert hat. Beide Erzählungen sind ähnlich düster geraten wie meine, nur so als kleine Warnung. Aber auch die anderen Texte lohnen sich auf jeden Fall.

Schon wieder zum Thema Lesungen gehört der nächste Link: Bloggerin Candy Bukowski will eine Bloggerlesung in Hamburg organisieren und hat dazu eine Umfrage erstellt. Wer also mit dem Thema Blogger lesen für Blogger etwas anfangen kann, sollte da mal vorbeischauen.

Link Nummer 3 ist eine Rezension….na, sagen wir: Ein Rant zum Film Snowpiercer, verfasst von Judith Vogt, die den Streifen eher so….weniger gut fand. Ich habe sehr gelacht beim Lesen.

So – und damit verabschiede ich mich auch schon wieder für heute. Es gäbe noch was zu erzählen über ein Projekt, aber da ich das mit jemandem zusammen mache, muss ich da vorher erstmal fragen, wie viel ich denn so verbloggen kann, ohne dass es ihn stört. 😀

Und bald gibts hoffentlich auch mal wieder einen Text.

Die Sache mit den Märchen

1

Vom 13. bis 17. April 2014 finden in Hamburg die HEW-Lesetage statt. Diese  gibt es  seit 2011 und sie entstanden urprünglich als Konkurrenz zu den Vattenfall-Lesetagen und als Protest dagegen, dass der Stromkonzern, der in besagter Zeit vor allem durch die Pannen in den norddeutschen Atomkraftwerken von sich reden machte, mit dem Sponsoring eines Literaturfestivals sein Image aufpolierte. Inzwischen hat Vattenfall übrigens die Lesetage aufgegeben.

Was hat das nun mit diesem Blog und vor allem mit Märchen zu tun? Da muss ich ein bisschen ausholen. Ich habe diesen Winter einen Schreibkurs gemacht, und zwar in der Schreibwerkstatt des Textprojektes. Das waren zwei Module mit jeweils acht Sitzungen, im ersten Modul ging es sehr viel um Grundsätzliches (z. B. um das Erstellen von Plots und Charakteren), im zweiten dann mehr an die tätsächliche Herangehensweise (Perspektive, Umgang mit Zeit, verschiedene Erzählformen, etc.) Dazu gab es dann zwischen den Stunden immer Hausaufgaben, die bearbeitet werden sollten. Das war super, weil ich mich dann zwangsläufig immer irgendwie mit Schreibdingen befassen musste. Jetzt ist Modul 2 leider zu Ende und Modul 3 dreht sich um die Überarbeitung – dazu muss man aber erstmal was haben, was überarbeitet werden will. Deswegen also aktuell kein Modul 3 für mich.

Jeeeedenfalls ist die Schreibwerkstatt auch bei den HEW-Lesetagen dabei, und zwar am 14. und 16. April jeweils ab 19:30 Uhr. Und, ihr ahnt es schon, ich werde auch daran teilnehmen. Gestern ist endlich mein Text fertig geworden und liegt jetzt beim Kursleiter der Schreibwerkstatt, der ihn begutachten und lektorieren wird. Prompt habe ich natürlich heute Nacht davon geträumt, dass er ihn total scheiße findet. :/ (Das Lustige am Traum war, dass ich keine Mail zurückbekam, sondern den Text, per Hand abgeschrieben, auf A3-Format, mit handschriftlichen roten Änderungen drin. Überbracht in einer Ledermappe von einem Boten. Ja, nee, is klar.)

Was das nun mit Märchen zu tun hat? Folgendes: Vor ein paar Wochen ging auf Tumblr dieser Beitrag herum, in dem es um weibliche Figuren in Märchen geht und der Alternativen zum klassischen Märchen (in dem die Prinzessinnen und braven Töchter irgendwelcher Leute ja oft sehr passiv sind) vorstellt. Als ich das gelesen habe, war mir klar, dass ich unbedingt so etwas in die Richtung schreiben möchte. Das Problem ist natürlich, dass ich mich nicht zu sehr am obigen Text orientieren wollte und auch nicht einfach nur ein Märchen umschreiben. Am Ende sind die Märchen eine Hälfte der Geschichte geworden (ich habe auch versucht, so wenig wie möglich in dem verlinkten Text genannte Personen zu verwenden – drei Stück sind es dann doch geworden), die andere Hälfte ist eine nicht sehr nette Geschichte über Verlust und Rache.

Sobald die Lesetage vorbei sind, werde ich die Geschichte wohl auch hier einstellen. Es sei denn, der Kursleiter zerreißt sie in der Luft…

Also wünscht mir Glück.