Writing 101: Aufgabe 5 – Letzte Worte

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You stumble upon a random letter on the path. You read it. It affects you deeply, and you wish it could be returned to the person to which it’s addressed. Write a story about this encounter.

Milch

Toastbrot

Bananen

Trauben (rote, kernlose)

Wein (1 rose, 1 weiß)

Kuss! – I. L. D.! 🙂

Meine Hände finden den Fetzen Papier auf dem Boden. Vom offenen Küchenfenster ist er aus dem Fenster direkt vor meine Füße gesegelt.

Ich presse ihn an mich.

Der schwarze, wuchtige Wagen setzt sich in Bewegung, zieht langsam an mir vorbei. Meine Blicke folgen ihm, bis er verschwunden ist.

Ich dich auch.

Für immer.

Writing 101: Aufgabe 4 – The bad old times

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Aufmerksame Leser haben bemerkt, dass ich Aufgabe 3 nicht gemacht habe. Das war nämlich: Schreibe über 3 Songs, die für dich eine Bedeutung haben, und bei sowas bin ich immer ganz schlecht, weil mir dann auf Anhieb so gar kein Lied mehr einfällt, was ich dafür aussuchen könnte. Außerdem war ich spät zu Hause und nicht sonderlich motiviert. Aaaaber: Mir ist gerade eins eingefallen, dass ich mit der heutigen Aufgabe verknüpfen kann. Ha!

Also, Musik ab:

Write about a loss: something (or someone) that was part of your life, and isn’t any more.

Sommer 2007.

In der vorletzten Juliwoche nahm ich eine Schere und schnitt mir alle Festivalbändchen vom Arm. Ich kann mich daran erinnern, dass mein Handgelenk sich danach seltsam und irgendwie nackt anfühlte. Vier Jahre Wacken, dazu alle Metal-Bash-Bändchen, die aus Stoff waren. Jahrelang hatte ich jedes Jahr ein oder zwei weitere gesammelt. Jahrelang waren sie Gesprächsthema auf Konzerten oder an der Uni gewesen, einmal sogar ein Grund, angepöbelt zu werden. (Von einem schnorrenden Mann in der Ubahn: „Ja toll, nach Wacken fahren, aber mir nich mal nen Euro geben!“)

Schnipp-schnapp.

Noch ein paar letzte freie Tage lagen vor mir. Meine Schwester samt Freund kam mich besuchen, wir fuhren ans Meer und in den Zoo, gingen über den DOM, gewannen einen Pokerkoffer und trafen Freunde von mir, mit denen wir dann irgendwann am Hans-Albers-Platz landeten. Natürlich nur für eine halbe Stunde, dann hatten Schwester und Freund genug von der Reeperbahn. Als sie wieder abgereist waren, bügelte ich die neu gekauften Blusen, kochte Essen für die nächsten Tage vor und stellte mir den Wecker jeden Tag eine Stunde früher, bis er am 1. August schließlich um 07:00 Uhr klingelte. Zwei Stunden später begann meine Ausbildung.

Schnipp-Schnapp.

Ich hatte damals keine Ahnung, wie es wirklich sein würde, vollzeit zu arbeiten. Keine Vorstellung davon, dass es nur noch eine Frage von wenigen Monaten war, bis mir „Pizza bestellen und auf dem Sofa versumpfen“ plötzlich als ausgezeichnete Freitagabendgestaltung erscheinen würde. Noch keine Vorahnung des miesen Gefühls im Magen, dass ich hatte, wenn ich montags nach dem viel zu kurzen Wochenende wieder auf dem Weg ins Büro war. Was ich wusste, war, dass etwas zu Ende war. Eine Zeit, die ich abschloss, indem ich ein paar Stoffbändchen von meinem linken Arm entfernte.

Schnipp-Schnapp.

Dass ich nach dem Abi etwas Geistenwissenschaftliches studierte, hatte viel mit Vorliebe und wenig mit Planung zu tun. Ich wusste weder, was ich irgendwann werden wollte noch hatte ich eine Ahnung, welche Studiengänge sinnvoll wären. Also schrieb ich mich für die Fächer ein, die ich in der Schule am liebsten gemocht hatte. Im Nachhinein verwundert es mich kaum, dass ich so grandios an der Uni gescheitert bin. Ich hatte viel zu wenig Disziplin, viel zu wenig Ehrgeiz. Ein anderer Studiengang mit festeren Regelbedingungen hätte vielleicht funktioniert, aber in meinen Fächern stand niemand hinter mir, der mir sagte, was ich zu tun hatte. Also tat ich wenig. Jedenfalls für die Uni. Bis ich nach drei Jahren das Studieren aufgab und mir eine Ausbildung suchte.

Schnipp-Schnapp.

Im Nachhinein betrachtet waren die drei Jahre meines Studentendaseins eine verdammt verdrehte Zeit. Ich ging zur Uni, ich arbeitete bei McDonalds, ich hatte zwei Abende die Woche Bandprobe. Ich traf mich Donnerstags zum Black-Metal-Abend im Headbangers Ballroom, ich fuhr mit meinem Peugot 106 durch ganz Deutschland, um Menschen aus dem Internet™ zu treffen, ich trank jede Woche mehrere Stunden mit irgendwem Kaffee, tingelte mit Kommilitonen an Mittwochabenden durch die halbe Stadt zu einer Schwulenbar und fuhr irgendwann mit dem Nachtbus nach Hause, um am nächsten Tag wieder in die Uni zu gehen, oder eben auch nicht. Ich ging auf Konzerte, fuhr spontan Freunde besuchen, beschloss morgens um halb drei, am nächsten Tag um 09:00 Uhr morgens nach Helgoland fahren zu müssen und fuhr einmal nachts um 1:00 Uhr fünzig Kilometer zur nächsten Autobahnraststätte, um irgendwas aus der Heißen Hexe zu essen. Ich bekam Besuch, der mit mir zusammen tagelang in meinem 8m² großen Wohnheimzimmer lebte. Damals konnte ich noch Alkohol trinken, noch mit vier Stunden Schlaf den Tag überleben und noch lange genug, um ein Konzert zu erleben.

Ich habe so viel gefeiert wie nie davor oder danach. Trotzdem war ich die meiste Zeit unglücklich. Und obwohl ich das weiß und die Jahre auch rückblickend nicht verkläre, vermisse ich sie manchmal.

Ich vermisse die schlechten, alten Zeiten.

Die Festivalbändchen habe ich aufbewahrt.

Und, Fun Fact zum Abschluss: Auch wenn ich anfangs immer mit weißer Bluse im Büro aufgekreuzt bin, stellte sich schnell heraus, dass mein Arbeitgeber zum Glück klamottenmäßig sehr tolerant ist. Inzwischen geh ich auch zuweilen im Doctor-Who-Shirt arbeiten. Vielleicht hätten die Bändchen auch gar kein Problem dargestellt. Aber das werde ich wohl nie erfahren.

„Summer moved on“ habe ich damals wirklich oft gehört. Für mich ist das Lied immer noch verbunden mit dem Gefühl, notwendige oder unausweichliche, aber irgendwie auch traurige Veränderungen hinzunehmen.

Writing 101 – Aufgabe 2: A room with a view

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Und schon folgt die 2. Aufgabe der Blog-Challenge. Diesmal geht es um eine Beschreibung.

If you could zoom through space in the speed of light, what place would you go to right now?

Staub tanzt in einem schmalen Streifen Licht, der durch das Fenster fällt. Es leuchtet in der Farbe von reifem Weizen. Über den Dächern der Stadt versinkt langsam die Sonne. Im Haus gegenüber werden Fenster geöffnet, der kühler werdende Abendhauch strömt in die aufgehzeiten Räume. Die weißen Vorhänge meines Zimmers bewegen sich leicht in der Brise. Auf dem warmen, abgeschliffenen Parkett liegt im letzten Fleckchen Sonne eine dicke, zufrieden schnurrende Katze. Es ist nicht meine Katze, sie gehört den Besitzern des Hauses, aber sie ist gern hier oben, unter dem Dach. Das Haus ist alt, mit dicken Mauern und dunklen Balken, der Boden ist ein wenig schief und die weiße Kalkfarbe an den Wänden blättert an einigen Stellen ab. Das Zimmer riecht nach Holz, nach Lavendelseife und ein wenig verstaubt. Selbst mittags wird es nicht zu warm hier drin. Ein breites Bett steht mitten im Raum, ein Schrank an der Wand und ein großer Schreibtisch aus dunklem Holz direkt vor dem Fenster. Hier sitze ich und beobachte die Welt.

Zwei Häuser weiter gibt es eine Kneipe. Tische stehen vor dem Gebäude auf der Straße. Rot-weiß-karierte Tischdecken aus Papier, große Karaffen mit Rotwein, Brotkörbe, Wasserflaschen. Teller mit gebratenem Fleisch, dessen Duft bis zu mir hochsteigt, werden vor die Gäste gestellt. Die meisten kennen sich und den Wirt, sie kommen zum essen und bleiben für noch ein Glas Wein und noch eine Geschichte. Wenn es längst dunkel ist, wird manchmal Musik gespielt, Lieder, die alle kennen. Gemeinsam singen sie und ich höre zu, auch wenn ich die Worte nicht verstehe.

Gegenüber ist ein kleiner Laden, in dem man Brot und Butter und frisches Obst kaufen kann, selbstgemachte Limondade und eingelegtes Gemüse. Morgens mahlt der Besitzer Kaffeebohnen und kocht daraus starken, duftenden Kaffee, den er zum Mitnehmen verkauft. Im Nebenhaus wird Seife und Parfüm verkauft, drei Häuser weiter Küchengeräte und am Ende der Straße gibt es einen Schuster. Im Rest der Häuser wohnen Familien, junge und alte Paare, alleinstehende ältere Herren, Frauen mit Katzen, Studenten mit Wellensittichen, Großeltern, Tanten, Neffen, Cousins. Ich sehe sie auf der Straße, wie sie eilen oder schlendern, hasten oder schleichen, plaudernd oder schweigend, missmutig oder fröhlich pfeifend. Ich kenne sie nicht. Es genügt mir, von hier oben auf sie herunterzusehen. Sie sind wie die kleinen Figuren in einer kunstvoll aufgebauten Modelleisenbahn, ein kleiner Mikrokosmos vor meinem Fenster.

Vor mir, auf dem Schreibtisch, dessen dunkles Holz von vielen Jahren blankgeschliffen ist, liegt ein Stift und weißes, unbeschriebenes Papier.

Today, choose a place to which you’d like to be transported if you could — and tell us the backstory. How does this specific location affect you? Is it somewhere you’ve been, luring you with the power of nostalgia, or a place you’re aching to explore for the first time?

Ich habe keinen Ort beschrieben, den ich kenne oder an dem ich schon einmal war und auch keinen, der real existiert. Es war vielmehr die spontane Wunschvorstellung von einem Platz, an dem ich Zeit und Raum hätte, um schreiben zu können. Ohne Ablenkung, ohne Leute zu kennen, ohne Verpflichtungen und ohne Gesellschaft. (Okay, die Katze musste sein. *g*)

Blogchallenge: Writing 101 – Aufgabe 1

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Es gibt aktuell eine Blogchallenge der Blogging University, die sich Writing 101 nennt. Drüber gestolpert bin ich über Julie, vielen Dank nochmal an dich! Soweit ich es richtig verstanden habe, gibt es jeden Tag Aufgaben zum Thema Schreiben, die man im eigenen Blog bearbeiten kann. Auch wenn der Zeitpunkt etwas ungünstig ist, da ich nächste Woche im Urlaub bin, versuche ich mal, so viel wie möglich daran teilzunehmen.

Die erste Aufgabe lautet:

To get started, let’s loosen up. Let’s unlock the mind. Today, take twenty minutes to free write. And don’t think about what you’ll write. Just write.

20 Minuten. Klingt ganz schön lang. Na denn mal los. Weiterlesen

Liebster-Award: Ein Stöckchen von Judith

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Hurra, ich wurde mit einem Stöckchen beworfen – und zwar von Judith Vogt. Allerdings habe ich den Liebster-Award in meinem anderen Blog schon beantwortet und auch neue Fragen gestellt. Deshalb bin ich mal so dreist und beantworte die Fragen hier in diesem Blog.

Was ist also nun der Liebster-Award? Ganz einfach: Eine Aktion, um Blogs ein bisschen zu vernetzen und bekannter zu machen. Und das sind die Regeln:

1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
3. Nominiere 10 Blogs, die unter 200 Follower haben und nominiere sie. Sage den Leuten Bescheid.
4. Denke dir 10 eigene Fragen für die Nominierten aus.

Wie schon im anderen Blog habe ich keine Ahnung, ob mir 10 andere Leute einfallen, die ich verlinken könnte. Aber ich versuch es einfach mal.

Also los geht es mit den Fragen!

1. Ein noch lebender Schriftsteller ruft dich an und braucht Hilfe bei einem Storytwist – von wem würdest du solch einen Anruf bekommen wollen?

Neil Gaiman. (Weil er tolle Bücher schreibt und auch ansonsten in seiner recht präsenten Art im Internet immer sehr sympathisch rüberkommt – da würde ich doch gern helfen *g*.)

2. Welche tote Sprache bzw. Schrift würdest du gern beherrschen und warum?

Altnordisch. Weil ich dann damit althjaldingsche Texte für meine thorwaler Skaldin verfassen könnte, um selbige beim RPG besser darstellen zu können. Ja, ich weiß, voll der supertolle Grund. 😀

3. In welcher Art von Welt hältst du dich im Rollenspiel am liebsten auf?

Schwere Frage. Tatsächlich spiele ich eigentlich 99 % der Zeit in einer recht klassischen Fantasy-Welt. Also Aventurien oder Myranor, das einige mehr, das andere weniger bodenständig. Das hat sich nun so ergeben, weil meine Gruppe und ich die Welt und die Geschichte mögen. An sich finde ich aber auch andere Welten und Settings total spannend, sei es Steampunk, SciFi, Endzeit oder oder oder…aber ach, wann will man das alles spielen? Ich versuche immer, auf Conventions in andere Settings reinzuschnuppern und träume immer noch von einer zweiten Rollenspielrunde, die einmal im Monat ein neues Setting ausprobiert.

4. Du ziehst den Hauptgewinn in einer Lotterie – eine Traumreise in die … Zukunft oder in die Vergangenheit? Wähle weise, und nenne deine Gründe!

Ich bin ein viel zu großer Schisser, um mich auf etwas einzulassen, von dem ich gar nicht weiß, was es sein könnte. Zukunftsreise könnte bedeuten, in eine großartige neue Welt versetzt zu werden, aber auch, eine totale Dystopie erleben zu müssen. Das wäre mir zu riskant, daher würde ich lieber in die Vergangenheit reisen. Und auch da lieber nicht so gerne in den dreißigjährigen Krieg, die französische Revolution oder den ersten Weltkrieg. Selbst beim Gedanken an eine authentische mittelalterliche Burg gruselt es mich eher als dass ich da unbedingt hinwollte. Nun steht da in der Frage leider gar nicht, ob man sich das Ziel aussuchen kann. Hilfe? Wo ich da wohl lande? Ob ich überhaupt die Sprache kann? Und reichen meine Medikamente für die Reise? Ihr merkt schon, ich bin ein Angsthase. Machen würd ich es aber vermutlich trotzdem, ist schließlich eine einmalige Gelegenheit. Aber ich würde dann darum bitten, irgendwo zu landen, wo es einigermaßen gemütlich ist. Vielleicht in einer Hansestadt im 16. Jahrhundert, auf einem englischen Landsitz oder im Florenz der Renaissance.

5. Wenn deine Wahl auf die Vergangenheit fällt, würdest du dann ein geschichtliches Ereignis beeinflussen wollen?

Haben wir nicht alle genug Doctor Who gesehen um zu wissen, dass das ne blöde Idee ist? Aber zuschauen würd ich gern. Auch wenn ich dann schon weiß, was passiert.

6. Deine momentane Arbeit – bist du generell eher glücklich damit oder ist es eher der Job, mit dem du halt dein Geld verdienst?

Definitiv letzteres. Es ist mein Job, ich mach es um Geld zu verdienen und es ist an den meisten Tagen halbwegs erträglich, im Großen und Ganzen aber ein schrecklicher Zeit- und Energiefresser. Und wenn ich morgen im Lotto 5 Millionen gewinnen würde, hätte mein Chef übermorgen die Kündigung auf dem Tisch.

7. Beunruhigt dich das Älterwerden?

Das Älterwerden an sich gar nicht, nein. Ich würde für nichts in der Welt wieder 16 oder 18 oder 20 sein wollen, weil ich mich noch gut daran erinnere, wie mein Leben damals war. Ich bin ganz froh darüber, dass ich mir im Lauf der Jahre die ein oder andere Weisheit erworben und mich selber besser kennengelernt habe. Schlimm ist nur, wenn man sieht, dass wieder eine Woche, ein Monat oder ein Jahr vergangen ist, ohne dass man den eigenen Zielen und Träumen auch nur ein bisschen nähergekommen ist.

8. Welcher verrückten Sucht oder Marotte würdest du nachgehen, wenn du ein Schriftsteller des 19. Jahrhunderts wärst? (Marotten und Süchte sind ja so aus der Mode gekommen in letzter Zeit … 😉 )

Ausgehend von meiner unfassbaren Neugier hätte ich vermutlich auch als Schriftsteller des 19. Jahrhunderts die Marotte, alles Mögliche über andere Leute wissen zu wollen. Ich besäße vielleicht einen Salon und hätte immer wieder Leute zu Gast. Und dann, wenn alle schon 2-3 Gläser Wein getrunken hätten, würde ich mich zurückziehen und durch die ausgestochenen Augen in einem Ölgemälde den Gesprächen lauschen, die sie führen, wenn ich nicht im Raum bin. Und manchmal, wenn ich ganz lustig drauf wäre, nähme ich andere Gäste mit, vielleicht schöne und naive junge Damen, um ihnen zu zeigen, wie bösartig Menschen sein können. Die besonders gemeinen Lästermäuler würde ich dann in meinem nächsten Roman natürlich aufs Scheußlichste portraitieren.

9. Gibt es ein bestimmtes Gedicht, das dich beeindruckt, vielleicht sogar geprägt hat?

Ich mag Gedichte sehr und kenne auch viele, aber ich kann nicht so den Finger drauf legen, ob wirklich eins prägend für mich war. Beeindruckt bin ich immer wieder von der Traurigkeit, die Ich habe dich so lieb von Joachim Ringelnatz bei mir hervorruft oder von der Trostlosigkeit von Kleines Solo von Erich Kästner. Ich würde aber schon sagen, dass mich sehr beeindruckt und auch geprägt hat, wie viel man mit wenigen Worten aussagen und im Leser auslösen kann, wenn die Worte nur richtig gewählt sind.

10. Du stirbst und wirst als Baum wiedergeboren. Welcher ist es?

Laut des keltischen Baumkalenders bin ich eine Eberesche. Lustigerweise gibt es die im Erzgebirge, wo ich ja herkomme, recht häufig, nur das man sie dort „Vogelbeerbaum“ nennt. Ich trinke sehr gerne Ebereschensaft und es gibt auch Likör draus, der auch sehr gut schmeckt. Also, passt doch ganz gut.

So, das wars! 🙂 Danke an Judith für die schönen Fragen!

Sooo…dann nominiere ich jetzt mal:

Haferhalm
Nordbreze
Halefa
den Jo (dessen Blogadresse ich noch gar nicht weiß)
Falk (@zahnwart)
Meisterperson
Rocknroulette

Mehr fallen mir leider gerade wirklich nicht ein und ich wollte niemanden nehmen, dem ich schon mal den Liebster-Award weitergeschickt hab oder der mich schon mal getaggt hat. Aber wenn jemand Lust haben sollte, immer greift euch das Stöckchen!

Und hier meine 10 Fragen:

1. Hast du eine typische Redewendung, die du ständig verwendest?

2. Arbeitest du am besten/liebsten allein und abgeschottet oder mit anderen Leuten um dich herum?

3. Auf einer Skala von Scooby-Doo bis GrumpyCat – wie kontaktfreudig bist du?

4. Würdest du für ein tolles Jobangebot ins Ausland oder ans andere Ende von Deutschland ziehen?

5. Fährst du lieber Auto oder lieber Bahn?

6. Würde es dir schwer fallen, eine Woche komplett auf Internet zu verzichten?

7. Würdest du jemanden anlügen, um ihm eine unangenehme Wahrheit zu ersparen?

8. Dein Traumurlaub?

9. Du sitzt bei einem Essen mit wichtigen Leuten (aktueller oder zukünfiger Chef, Schwiegereltern des/r Partners/in, wichtiger Geschäftspartner) und dein Gegenüber benimmt sich daneben oder äußert sich (für dich) indiskutabel über etwas. Was machst du?

10. Wenn dein Leben ein Film oder eine Serie wäre – welcher Song liefe in den Opening Credits?

Falls jemand die Fragen total blöd findet, kann er sonst auch gerne die aus meinem Liebster-Beitrag im anderen Blog nehmen.

Mit anderen Worten: Links vom 24.04.2014

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Weil ich gerade noch nichts Neues produziert habe (leider), gibt es heute mal ein paar Links.

Als erstes wäre da das Blog von meinem Schreibkursdozenten, auf dem seit gestern nach und nach die Kurzgeschichten der Lesung eingestellt werden, darunter auch meine Kurzgeschichte „Was einmal war“.  Besonders beeindruckt hat mich die Geschichte „89290“ von Petra Stolz. Als sie vorgelesen wurde, herrschte absolute Stille im Raum und sie hat das auch wirklich unglaublich toll vorgetragen. Worum es genau geht, will ich gar nicht verraten, das nimmt die Spannung aus der Geschichte. Also einfach klicken und selber rausfinden! Ebenfalls toll war Das letzte Gericht“ von Thomas Piesbergen, der meinen Schreibkurs geleitet und die Lesung organisiert hat. Beide Erzählungen sind ähnlich düster geraten wie meine, nur so als kleine Warnung. Aber auch die anderen Texte lohnen sich auf jeden Fall.

Schon wieder zum Thema Lesungen gehört der nächste Link: Bloggerin Candy Bukowski will eine Bloggerlesung in Hamburg organisieren und hat dazu eine Umfrage erstellt. Wer also mit dem Thema Blogger lesen für Blogger etwas anfangen kann, sollte da mal vorbeischauen.

Link Nummer 3 ist eine Rezension….na, sagen wir: Ein Rant zum Film Snowpiercer, verfasst von Judith Vogt, die den Streifen eher so….weniger gut fand. Ich habe sehr gelacht beim Lesen.

So – und damit verabschiede ich mich auch schon wieder für heute. Es gäbe noch was zu erzählen über ein Projekt, aber da ich das mit jemandem zusammen mache, muss ich da vorher erstmal fragen, wie viel ich denn so verbloggen kann, ohne dass es ihn stört. 😀

Und bald gibts hoffentlich auch mal wieder einen Text.

Kurzgeschichte: „Was einmal war“

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So, und hier kommt sie nun, meine Kurzgeschichte von der Lesung gestern. Selbige hat übrigens gut geklappt, ich habe mich weder verhaspelt noch mein Wasserglas über den Text gegossen noch sonst etwas. Es wurde auch applaudiert und nachher gelobt und nach der Veranstaltung war ich noch mit ein paar Leuten was essen und trinken, das war auch sehr nett. Also: Ich würd’s wieder tun.

Und nuuuun…*trommelwirbel*…präsentiere ich:

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Was einmal war

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Ich schreibe dir ein Märchenbuch.
Das Papier knistert unter meinen Händen. Blöcke. Notizbücher. Lose Seiten. Ich häufe sie um mich und weiß nicht, wo ich beginnen soll. Draußen vor dem Fenster liegt grauer Schnee. Hier drin legt sich der Geruch von Krankheit und Medizin schwer auf meine Zunge. An den Wänden bröckelt die gelbe Farbe ab. Ab und zu eilen Schritte quietschend über das Linoleum.
Du, kleine Schwester, schläfst. Nur das Surren und Piepen der Geräte, die um dein Bett versammelt sind, unterbricht die Stille. Weiterlesen