Blogchallenge: Writing 101 – Aufgabe 1

Es gibt aktuell eine Blogchallenge der Blogging University, die sich Writing 101 nennt. Drüber gestolpert bin ich über Julie, vielen Dank nochmal an dich! Soweit ich es richtig verstanden habe, gibt es jeden Tag Aufgaben zum Thema Schreiben, die man im eigenen Blog bearbeiten kann. Auch wenn der Zeitpunkt etwas ungünstig ist, da ich nächste Woche im Urlaub bin, versuche ich mal, so viel wie möglich daran teilzunehmen.

Die erste Aufgabe lautet:

To get started, let’s loosen up. Let’s unlock the mind. Today, take twenty minutes to free write. And don’t think about what you’ll write. Just write.

20 Minuten. Klingt ganz schön lang. Na denn mal los.

Vermutlich fangen unglaublich viele dieser Texte mit der Überlegung an, dass man ja gar nicht weiß, was man schreiben soll. Ist ja auch seltsam, einfach draufloszutippen. Vor allem für mich, die ja schrecklich viel Wert auf einen guten Start in einen Text legt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich den ersten Satz oft auch zum Schluss schreibe. Ich habe mal gelesen, dass man sowieso einfach drauflosschreiben soll und dann zur Not den ersten Absatz des Textes wieder rauswirft, wenn man merkt, dass man sich nur „warmgeschrieben“ hat. Viele Texte fangen ja auch erstmal mit so Sätzen wie „Es war eine regnerische Nacht“ an und laut eines Workshops, den ich mal besucht habe, sind  Texte, die mit einer Beschreibung des Wetters anfangen, selten durchdacht. Wenn man alles durchplottet, fällt einem ja schließlich was Besseres ein als eine Wetterbeschreibung, um anzufangen. Klingt für mich jedenfalls logisch. Aber egal. Ich will jetzt nicht schon wieder über die Bedeutung von ersten Sätzen labern, das hab ich neulich ja schon in epischer Breite getan.

Es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren. Ich habe Zahnschmerzen. Gestern morgen bin ich aufgewacht und hatte absolut fiese Kopfschmerzen und mir war unglaublich schlecht. Seitdem bin ich zu Hause. Mal wieder krankgeschrieben, und das in der letzten Woche vorm Urlaub. Ätzend. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich krank bin. Auch wenn mir mein Gang zum Supermarkt und zur Apotheke heute mittag demonstriert hat, dass es ne gute Idee war, zu Hause zu bleiben, weil mir schon von den paar hundert Metern komplett schwindelig und schlecht war. Jedenfalls hab ich gestern vor lauter Medikamenten im Kopf vergessen, meine Beißschiene in den Mund zu tun, als ich schlafen gegangen bin, und das rächt sich nun. (Verdammt. Ich hätte vor dieser Übung das Skype ausmachen sollen. Jetzt blinkt es und wenn ich ja eins nicht kann, dann ist es, das blinkende Symbol NICHT anzuklicken. Hngh.) Ich frage mich, ob ich das hier gerade total falsch mache, weil ich nur so vor mich hinlabere. Aber das soll man ja. Anscheinend. Hm. Sowieso sind 20 Minuten Text ziemlich lang, wenn man recht schnell tippen kann. Und das kann ich. Wenn schon sonst nicht viel. Lustigerweise sind meine Finger die einzigen Teile an meinem Körper, die irgendwie trainiert sind, das merk ich immer, weil die sich auch mal verspannen oder die Muskeln sich verkrampfen. Und ich kann mit den Fingerknöcheln knacken. Auch wenn ich nicht die absolut überdehnbaren Gelenke meiner Schwester habe, die ihre Finger total nach hinten rumbiegen kann, was ganz schön eklig sein kann. Gewöhnt man sich aber dran. Viel schlimmer find ich ja Leute, die mit dem Nacken knacken (höhö…) können. Das klingt immer so fies, als ob da gleich irgendwas kaputt geht und derjenige mit gebrochenem Genick zu Boden sinkt. Uäh.

Wow, das hier ist echt gehaltvoll, aber egal, ich schreibe einfach mal stumpf weiter. Ob ich es dann auch veröffentliche, werd ich ja noch sehen, das ist sozusagen die Zusatzaufgabe. Übrigens bin ich mal wieder spät dran, das, was ich hier mache, ist eigentlich die Aufgabe von gestern. Die von heute hab ich mir noch gar nicht angeschaut und ich bin eh erst gestern abend auf dieses Blogprojekt aufmerksam geworden. Ich habe allerdings diese „einfach drauflosschreiben“-Übung auch schon in Büchern zum Thema schreiben gelesen. Kann mich nur nicht dran erinnern, ob ich das auch schon mal gemacht habe. Ich habe mal mit irgendeinem Buch angefangen, das hatte auch so Übungen drin, die ich begonnen habe zu machen, weit kam ich aber nicht. Das ist mein übliches Problem, dass ich immer begeistert anfange und dann nicht weit komme. Jedenfalls erinnere ich mich noch an die eine Übung, in der man ein Buch beschreiben sollte, was einem gefällt und sagen, wieso das so ist. Ich hab mich damals für „Die Haarteppichknüpfer“ von Andreas Eschbach entschieden. Immer noch eines der besten Bücher, die ich kenne. Es wirkt wie eine Sammlung von Kurzgeschichten, die am Ende aber einen Zusammenhang haben, der mich beim ersten Lesen ziemlich umgehauen hat. Das Ganze ist irgendwie Science Fiction, aber nicht allzuviel mit Raumschiffen und so. So, wer jetzt diesen Labertext tatsächlich liest, hat gleich noch eine Leseempfehlung bekommen. Yay. Also, lest das Buch, ich kann es empfehlen.

Jedenfalls würde ich immer noch unglaublich gern ein Buch schreiben, das ähnlich aufgebaut ist. Also viele kleine Geschichten, die am Ende eine große ergeben. Ich dachte, ich hätte ein passendes Projekt dafür, allerdings bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob es nicht doch eher ein Roman wird, der einfach aus mehreren Perspektiven erzählt wird.  Und ich komme damit auch nicht so richtig voran. Es gibt ein paar Personen, es gibt ein erstes Kapitel, aber es gibt noch keine große Story, außer so eine ganz vage Idee. Mir fehlt da mal die Disziplin, das Ganze mal richtig durchzuplanen und irgendwie ist das auch schwer, wenn man nur mit sich selber zu tun hat. Das andere Schreibprojekt, das länger ist, habe ich ja gemeinschaftlich mit einem Freund geplant, da ist es wesentlich leichter. Dann sitzt man nicht alleine da und wälzt Ideen, sondern bekommt immer direkt Feedback. Trotzdem würde ich dieses Projekt gerne mal irgendwann angehen. Aber das ist mein Problem. Irgendwann. Aktuell ist wieder meine Motivation komplett am Boden. Ob dieses Schreibprojekt was daran ändern kann? Mal sehen. Ich merke, wie ich einfach abends, wenn ich heimkomme, komplett leer bin. Da geht nur noch Input, aber es kommt nix mehr aus meinem Hirn raus. Ich wüsste zu gerne, wie ich das ändern kann. Aber bis jetzt ist mir nichts eingefallen.

Jedenfalls, das Projekt. Ich kann ja in meinen letzten fünf Minuten darüber reden. Hm. Also, es spielt in einer Großstadt. Am Meer. Ein wichtiger Schauplatz ist das Vergnügungsviertel, u. a. ein Stripclub, in dem eine der Figuren auch arbeitet. Gleich am Anfang gibt es einen Mord. Oder mehrere, das weiß ich noch nicht so genau. Mir schweben 3-4 Figuren schon konkret im Kopf herum, einige weitere noch sehr nebulös. Das Problem ist, dass ich will, dass es schon eine große Geschichte gibt, mir dazu aber noch nicht so richtig was eingefallen ist. Also schon durchaus was, aber nix, was ich so originell und durchdacht finde, dass ich mir denke, ja, das isses, darauf kann ich aufbauen. Vielleicht sollte ich doch ein bisschen mehr brainstormen. Hm. Jedenfalls soll das Ganze schon sehr urban sein, ein bisschen futuristisch, ein bisschen Mystery. Und eine der Figuren habe ich mir schon mal für meinen Schreibkurs ausgedacht, als es ums Charakter entwerfen ging. Die mag ich auch sehr. Hm, es ist immer ein bisschen blöd, über sowas öffentlich zu schreiben. Nachher wird es was mit dem Projekt und dann will es keiner veröffentlichen, weil schon alles im Internet steht. Naja. Von einer Veröffentlichung bin ich eh noch Lichtjahre entfernt. Dazu müsste ja erstmal ein Text da sein, nicht wahr?

Oh Mann, was für ein Gelaber, ehrlich. Gleich ist die Zeit um. Ich weiß nicht, was das jetzt so richtig gebracht haben soll. Mal sehen, was denn die nächste Aufgabe ist.

Soooo. Zeit um. Hm. Irgendwie glaube ich, dass das nicht so richtig das geworden ist, was es werden sollte, andererseits habe ich die Aufgabe „laber drauf los“ ja schon irgendwo erfüllt. Aber das hier ist schon eher ein Blogeintrag als irgendwas…schreibtechnisches. 1166 Worte Blah. Naja. Vielleicht mehr Glück mit Aufgabe 2.

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4 Kommentare zu “Blogchallenge: Writing 101 – Aufgabe 1

  1. hm, ich halte nicht viel vom konstruieren (andere schreiber können das vielleicht, bei mir kommt dann nur krampfhaft erzwungenes raus), ich brauche ideen, die mich anspringen. die aus dem nichts auftauchen, mir ’ne ohrfeige verpassen und sagen: „hier bin ich, schreib!“
    meine erfahrung mit der romanplanerei (also nicht kurzgeschichte, sondern was größeres) war, dass die geschichte das selbst bestimmt. die meisten ohrfeigen sind eine kurzgeschichte, manche ein fragment, und manche (zwei, bisher) brauchen einfach mehr raum. die lassen sich nicht auf zehn seiten runterdrücken. aber die frage nach groß oder klein stellt sich auch gar nicht, die geschichte selbst bestimmt die länge.
    mein Motto lautet: laufen lassen und ohrfeigen sprechen lassen 🙂 auch wenn eine zeit ohne ohrfeigen wesentlich unangenehmer ist als die metapher es vermuten lässt 😉

    • oh, und wenn du ein gegenüber (oder mitschreiber) brauchst, dann findest du hier bei wordpress sicher jemanden, der so etwas parallel mit dir hochziehen mag.

    • Ach, ich finde, die spontanen Ideen und das Konstruieren schließen sich ja nicht aus. Klar, die Grundidee muss erstmal da sein und wenn einen da etwas anspringt (oder die Ohrfeige trifft, hihi), ist das erstmal die Voraussetzung. Aber gerade bei längerfristigen Sachen reicht mir das nicht. Und sogar bei einer Kurzgeschichte hab ich mich schonmal total verrannt, weil ich mir nichts über den ersten Absatz hinaus überlegt hatte.
      Aber ich glaube, das ist einfach erstens Geschmackssache und zweitens gibt es kein Geheimrezept, wie man erfolgreich ein größeres Projekt zu Ende schreibt. Da reicht die Skala von „alles genau durchplanen“ zu „einfach drauflosschreiben“ und beides kann für den jeweiligen Autoren genau das richtige sein.
      Und ja, bei manchen Ideen merkt man schon, dass die Geschichte länger werden wird. Wobei mein Gemeinschaftsprojekt auch mal aus „lass mal ne Kurzgeschichte schreiben“ entstand und dann zu einem langen Romanprojekt mutiert ist *g*.

      • ich sag’s ja: ihr wolltet eine kurzgeschichte – und die geschichte wollte ein roman sein 😀
        du hast recht, geheimrezepte gibt es wohl nicht… leider oder zum glück: sonst könnte ja jeder einen bestseller nach dem anderen raushauen.

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