Die Sache mit den Märchen

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Vom 13. bis 17. April 2014 finden in Hamburg die HEW-Lesetage statt. Diese  gibt es  seit 2011 und sie entstanden urprünglich als Konkurrenz zu den Vattenfall-Lesetagen und als Protest dagegen, dass der Stromkonzern, der in besagter Zeit vor allem durch die Pannen in den norddeutschen Atomkraftwerken von sich reden machte, mit dem Sponsoring eines Literaturfestivals sein Image aufpolierte. Inzwischen hat Vattenfall übrigens die Lesetage aufgegeben.

Was hat das nun mit diesem Blog und vor allem mit Märchen zu tun? Da muss ich ein bisschen ausholen. Ich habe diesen Winter einen Schreibkurs gemacht, und zwar in der Schreibwerkstatt des Textprojektes. Das waren zwei Module mit jeweils acht Sitzungen, im ersten Modul ging es sehr viel um Grundsätzliches (z. B. um das Erstellen von Plots und Charakteren), im zweiten dann mehr an die tätsächliche Herangehensweise (Perspektive, Umgang mit Zeit, verschiedene Erzählformen, etc.) Dazu gab es dann zwischen den Stunden immer Hausaufgaben, die bearbeitet werden sollten. Das war super, weil ich mich dann zwangsläufig immer irgendwie mit Schreibdingen befassen musste. Jetzt ist Modul 2 leider zu Ende und Modul 3 dreht sich um die Überarbeitung – dazu muss man aber erstmal was haben, was überarbeitet werden will. Deswegen also aktuell kein Modul 3 für mich.

Jeeeedenfalls ist die Schreibwerkstatt auch bei den HEW-Lesetagen dabei, und zwar am 14. und 16. April jeweils ab 19:30 Uhr. Und, ihr ahnt es schon, ich werde auch daran teilnehmen. Gestern ist endlich mein Text fertig geworden und liegt jetzt beim Kursleiter der Schreibwerkstatt, der ihn begutachten und lektorieren wird. Prompt habe ich natürlich heute Nacht davon geträumt, dass er ihn total scheiße findet. :/ (Das Lustige am Traum war, dass ich keine Mail zurückbekam, sondern den Text, per Hand abgeschrieben, auf A3-Format, mit handschriftlichen roten Änderungen drin. Überbracht in einer Ledermappe von einem Boten. Ja, nee, is klar.)

Was das nun mit Märchen zu tun hat? Folgendes: Vor ein paar Wochen ging auf Tumblr dieser Beitrag herum, in dem es um weibliche Figuren in Märchen geht und der Alternativen zum klassischen Märchen (in dem die Prinzessinnen und braven Töchter irgendwelcher Leute ja oft sehr passiv sind) vorstellt. Als ich das gelesen habe, war mir klar, dass ich unbedingt so etwas in die Richtung schreiben möchte. Das Problem ist natürlich, dass ich mich nicht zu sehr am obigen Text orientieren wollte und auch nicht einfach nur ein Märchen umschreiben. Am Ende sind die Märchen eine Hälfte der Geschichte geworden (ich habe auch versucht, so wenig wie möglich in dem verlinkten Text genannte Personen zu verwenden – drei Stück sind es dann doch geworden), die andere Hälfte ist eine nicht sehr nette Geschichte über Verlust und Rache.

Sobald die Lesetage vorbei sind, werde ich die Geschichte wohl auch hier einstellen. Es sei denn, der Kursleiter zerreißt sie in der Luft…

Also wünscht mir Glück.

Getting started

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Das mit dem Schreiben ist manchmal so eine Sache. Ich wälze Gedanken und Ideen, so viele Dinge fallen mir ein, werden in Notizbüchern festgehalten oder hektisch nachts kurz vom Einschlafen ins Handy notiert. So viel Kram in meinem Kopf, der eigentlich dringend geordnet, durchdacht und zu Papier gebracht werden müsste. Leider scheitert es meist am letzten Punkt. Da ist die Arbeit und man muss schlafen und essen und kochen und Freunde treffen und anderen Hobbies nachgehen und und und. Ausreden gibt es immer, und wenn es die nächste superspannende Serie ist, die man suchtartig gucken muss.

Was bleibt, ist Wortstoh im Kopf, das raschelt und keine Ruhe gibt.

(Danke übrigens an die wunderbare Judith C. Vogt, die mich auf das Wort und somit den Blogtitel brachte.)

Deshalb nun also dieser Blog. Ob es hilft, übers Schreiben zu schreiben und hier gelegentlich die fertigen Produkte zu veröffentlichen, wird man sehen. Aber ich muss und will es wenigstens versuchen.

Zum Design: Das lustige Design mit den Monstern sprang mich geradezu an und der Vergleich eines Schreibenden mit Frankenstein, der sein Monster kreiert, ist ja auch nicht allzuweit hergeholt. Ich hoffe also auf viele Monster, die meinem Hirn entspringen und den Weg hierher finden.